Vor- und Nachteile: Immobilien als Kapitalanlage

Vor der Anschaffung einer Immobilie sollte man die Frage klären, ob für den Eigenbedarf gekauft wird oder ob die Immobilie vermietet werden soll? Seither werden Immobilien nämlich als Wertanlage genutzt. Der Grund dafür ist, dass Immobilien im Gegensatz zu klassischen Anlageformen meist eine deutlich höhere Rendite versprechen. Es gibt viele Gründe, warum man in Immobilien investieren sollte. Wie jedes Anlageobjekt verfügen sie aber auch über manche Risiken. Wir haben alle Vor- und Nachteile von Immobilien als Geldanlage hier für Sie zusammengefasst.

Was spricht für Immobilien als Kapitalanlage?

1. Eigennutzen:

Vor allem für die Altersvorsorge ist eine eigene Immobilie eine gute Alternative zu anderen Anlagemöglichkeiten. Auch wenn die Immobilie zu Beginn erst vermietet wird, kann sie später natürlich immer noch selbst genutzt werden. Bei der Anmeldung von Eigenbedarf müssen aber allerdings andere gesetzliche Regelungen beachtet werden.

2. Inflationssicherheit:

Auch wenn die Inflationsrate auf einem eher niedrigen Stand ist, kann es immer wieder vorkommen, dass das Geld durch eine Inflation entwertet wird. Immobilien hingegen verfügen über eine gewisse Immunität gegenüber der Inflation. Somit kann der Anleger sicher sein, dass ihm sein Geld erhalten bleibt. Lediglich der Mietpreis und dadurch die Mieteinnahmen werden dem Inflationsverlauf angepasst.

3. Sachwerte als Erbe:

Immobilien oder Grundstücke können vererbt werden. So kann man sich sicher sein, dass auch noch in der Zukunft die Investition einen Nutzen hat.

4. Unabhängigkeit:

Sein Geld in die eigenen vier Wände und nicht in die Tasche eines Vermieters zu stecken ist immer ein gutes Gefühl. Mit dem Kauf einer Immobilie fallen mögliche Auseinandersetzungen mit einem Vermieter weg, da als Eigentümer natürlich selbst entschieden werden kann. Dies gibt ein gewisses Maß an Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit.

Welche Risiken ergeben sich aus der Investition in Immobilien?

1. Mindestbetrag bei Erstinvestitionen:

Nur wer ein entsprechendes Vermögen besitzt, der kann auch tatsächlich in Immobilien investieren. Hierfür müssen viele meist ihr gesamtes Erspartes aufbringen und zusätzlich ein Darlehen aufnehmen. Je niedriger die Eigenmittel, desto höher ist der Anteil an Fremdmitteln und desto mehr Zinsen fallen an, weshalb sich gut überlegt werden sollte, ob man diese auch langfristig abbezahlen kann.

2. Gefahr eines „Klumpenrisikos“:

Das sogenannte Klumpenrisiko bedeutet, dass das gesamte Kapital und sämtliche Verbindlichkeiten in nur einem einzigen Objekt stecken. Somit hat der Anleger im Falle eines Verlustgeschäfts keine Risikoverteilung und verliert seine gesamte Investition.

3. Wachstum ist nicht garantiert:

Eine Wertsteigerung der Immobilie ist nicht immer garantiert. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Qualität der Immobilie und Faktoren wie gute Lage und Infrastruktur, durchdachter Grundriss und idealerweise ein Balkon oder eine Terrasse mit Garten.

4. Fehlkalkulation von Nebenkosten:

Eigentümer sollten die Belastung durch Nebenkosten und anfallende Renovierungskosten auf keinen Fall unterschätzen. Insbesondere bei älteren Objekten fallen oftmals regelmäßig Modernisierungsarbeiten an, um den Immobilienwert zu erhalten. Dies kann die Gesamtredite schon um einiges schmälern.

Wie so oft gibt es immer Vor- und Nachteile. Diese gilt es genaustens abzuwägen, um dann die richtige Entscheidung treffen zu können. Grundlegend kann man aber sagen, dass die Investition in eine Immobilie eine gute Entscheidung ist –  für Menschen, die eine vorteilhafte und stabile Verzinsung wollen, führt also fast kein Weg an einer Immobilieninvestition vorbei.

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